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Tropensturm: “Barry” trifft auf Südküste der USA


Der befürchtete Hurrikan ist es nicht mehr: “Barry” traf “nur” als Tropensturm auf die US-Küste. Experten warnen dennoch vor heftigen Auswirkungen in den kommenden Tagen, denn “Barry” bringt große Mengen Wasser mit.

Tropensturm “Barry” hat im Bundesstaat Louisiana die Südküste der USA erreicht. Er traf am Nachmittag Ortszeit nahe der Stadt Intracoastal City westlich von New Orleans auf die Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte.

Mit Windgeschwindigkeiten von 115 Kilometern pro Stunde habe sich “Barry” wieder zu einem Tropensturm abgeschwächt, erklärten die Meteorologen. Auf dem Weg an die US-Küste hatte er zuvor kurzzeitig die Stärke eines Hurrikans der untersten Kategorie eins erreicht.

Die Ankunft des Sturms an Land schien sich damit zunächst glimpflicher zu gestalten als befürchtet. Experten warnten jedoch, die Auswirkungen könnten sich erst mit Verzögerung bemerkbar machen. Nicht die Windstärke, sondern die Wassermassen, die der Sturm an Land trage, seien das Gefährliche an “Barry”.

Starker Regen und Überschwemmungen befürchtet

Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen große Regenmengen und Sturmfluten in der Region. Der Leiter des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, “Barry” habe auf dem Weg über das Meer viel Wasser angesammelt.

Der Sturm bewegte sich zuletzt nur mit einem Tempo von etwa neun Kilometern pro Stunde vorwärts. Seine Ankunft an Land hatte sich damit etwas länger hinausgezögert als ursprünglich erwartet.

Graham warnte vor starkem Regen und Überschwemmungen. Er rief die Bürger in der betroffenen Region auf, sich von den Straßen fernzuhalten. “Das ist einfach zu gefährlich.” Nach andauerndem Regen war es in Teilen von New Orleans bereits in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen gekommen.

Gefährdete Gebiete vorbereitet

Für mehrere gefährdete Bereiche der Stadt waren vorab Zwangsevakuierungen angeordnet worden. Bewohner des Gebiets außerhalb des Überschwemmungsschutzgürtels der Stadt wurden gebeten, das Gebiet freiwillig zu verlassen. Küstenwache, Feuerwehren und andere Rettungsdienste hatten sich frühzeitig für die Ankunft des Sturms bereit gemacht.

Die Nationalgarde von Louisiana aktivierte auf Anweisung von Gouverneur John Bel Edwards rund 3000 Reservisten, die sich mit Helikoptern sowie Booten und anderen Wasserfahrzeugen an verschiedenen Punkten positionierten. US-Präsident Donald Trump hatte die Menschen in Louisiana vorab aufgerufen, Anweisungen der Katastrophenschutzbehörde und der lokalen Behörden zu befolgen. Für den Bundesstaat wurde ein Notstand ausgerufen. Damit können leichter Bundesmittel und Hilfe aus Washington fließen.



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