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Lederfarbe – Färbungsmethoden und Anwendungsbeispiele

Leder ist ein sehr beliebter Stoff, der gerade in der Textilindustrie und Schuhproduktion häufig Anwendung findet. Abhängig von der Gerbung hat Leder dabei unterschiedliche Grundfärbungen. Pflanzliche Gerbung färbt das Leder eher bräunlich, Trangerbung gelblich, synthetische Gerbung weiß. Da es sich hierbei meist nicht um die Zielfarbe des Produktes handelt, muss das Leder umgefärbt werden. Hier kommt Lederfarbe zum Einsatz. Diese wird verwendet, um die Farbe des Leders an den gewünschten Zweck anzupassen.

Grundsätzlich gibt es bei der Färbung von Leder zwei Hauptarten. Die Pigmentierung der Oberfläche und die Durchfärbung mit einem Farbstoff. Beim Durchfärben werden die Leder nach der Gerbung in Farbstoff durchtränkt. Dies sorgt für eine im gesamten Leder verteilten Färbung, wodurch die Färbung auch bei Beschädigungen der Oberfläche erhalten bleibt. Beim Glattleder färben wird in diesem Schritt die gesamte Färbung vorgenommen, sie haben keine weitere Farbschicht auf der Oberfläche. Daher schimmert bei Glattleder der angefärbte Farbstoff auch weiterhin durch, wenn an der entsprechenden Stelle Risse auftreten. Dies gibt dem Glattleder einen sehr edlen Ton. Sollte es beim Glattleder färben zu Fehlern kommen schimmert meist ein anderer Farbton durch, weswegen dieses als Leder minderer Qualität bezeichnet wird. Gut gefärbtes Leder erhält durch diese Eigenschaft aber einen eigenen Charm und sieht auch nach vielen Jahren zwar gebraucht, aber trotzdem noch gut aus.

Die zweite Möglichkeit ist das Pigmentieren der Oberfläche. Dies geschieht meist nach dem Durchfärben, um dem Leder ein spezielles Finish zu verleihen und eine weitere schützende Farbschicht aufzutragen. Hierbei handelt es sich meist um acryl Lederfarbe, welche auf das Leder gesprüht wird. Die meisten Auto- und Möbelleder verwenden diese Technik, da die Gegenstände häufig stark strapaziert werden. Durch die zusätzliche Farbschicht kommt es erst sehr viel später zu Gebrauchserscheinungen und Abnutzungen. Ebenso werden die Oberflächen durch das Pigmentieren imprägniert, was gerade bei Lederkleidung hilfreich sein kann, um optimalen Regenschutz zu bieten. Durch das Pigmentieren ist eine sehr hohe Farbvarianz möglich, da quasi sämtliche acryl Lederfarbe verwendet werden kann, um jede mögliche Farbe darzustellen. Allerdings schimmert bei Rissen in der Pigmentschicht die durchfärbte Farbe durch, weswegen die beiden verwendeten Farben nicht in allzu großem Kontrast stehen sollten.

Das Färben von Leder ist also eine wichtige Technik, die eine hohe Varianz an Verwendungsmöglichkeiten des Grundlegenden Arbeitsmittels zulässt, eine Abnutzung oder ein gebrauchter Look lassen sich durch das Färben allerdings nicht verhindern.

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