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Ergebnisse Wahl in Brandenburg: AfD jagt Union Stimmen ab




Wenige Augenblicke nach der Schließung der Wahllokale gab Michael Kretschmer (CDU) einen Ausblick auf die kommenden Tage und Wochen. Es werde nun “darum gehen, eine stabile Regierung zu stellen”, sagte der sächsische Ministerpräsident. Es werde Gespräche geben, die aber “nicht von heute auf morgen gehen” würden.

Die Regierungsbildung dürfte sich schwierig gestalten. Für Kretschmer persönlich ist das Ergebnis wohl ein Erfolg, für die sächsische CDU aber ist es das mit Abstand schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl.

Die Christdemokraten nahmen bei der Landtagswahl zwar der Linken 24.000 Stimmen ab und der SPD 23.000; sie mobilisierten zudem 126.000 Nichtwähler. Allerdings verloren sie an die FDP (4000 Stimmen), die Grünen (3000) und vor allem an die AfD. Das geht aus einer Analyse der vorläufigen Wählerwanderung von Infratest dimap für die ARD hervor. Die Wahlbeteiligung lag in Sachsen bei 66 Prozent , 2014 waren es 49 Prozent gewesen.

Die AfD nahm der Union 84.000 Stimmen ab. Auch alle anderen Parteien verloren an die Rechtspopulisten. Die Rechtspartei punktete aber vor allem bei Nichtwählern: 226.000 Bürger, die bei der Landtagswahl 2014 nicht gewählt hatten, stimmten für sie.

Die Linke, die insgesamt die stärksten Einbußen hinnehmen musste, verlor an alle anderen Parteien: am stärksten an die AfD (29.000) und die CDU (24.000). 15.000 frühere Nichtwähler stimmten für die Linke.


Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gibt in Dresden seine Stimme ab: "nicht von heute auf morgen


Robert Michael/dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer gibt in Dresden seine Stimme ab: “nicht von heute auf morgen

Die Grünen nahmen der Linken 11.000 Stimmen weg. Auch der SPD (12.000) und der CDU (3000) jagten sie Stimmen ab. Zudem überzeugten sie 25.000 frühere Nichtwähler. Allerdings verloren sie 3000 Stimmen an die AfD und 1000 an andere, künftig nicht im Landtag vertretene Parteien.

Deutliche Verluste musste auch die SPD hinnehmen. Die meisten Stimmen gaben die Sozialdemokraten an die Union (23.000) und an die Grünen (12.000) ab. Nur den Linken konnten sie Stimmen wegnehmen (7000). Zudem mobilisierte die SPD 17.000 Nichtwähler.

Ein bitterer Abend war es auch für die FDP: Die Liberalen verpassen nach jetzigem Stand den Einzug in den Landtag. Sie verloren 6000 Stimmen an die AfD und 2000 an Parteien, die künftig nicht im Landtag vertreten sein werden.

Brandenburg: SPD jagt Linken Stimmen ab – und verliert an AfD

Die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke wurde bei der Landtagswahl in Brandenburg stärkste Kraft: Die Sozialdemokraten holen 26,5 Prozent der Stimmen. Damit liegen sie knapp drei Prozentpunkte vor der AfD. Allerdings büßt die Partei von Ministerpräsident Dietmar Woidke gegenüber der Landtagswahl 2014 mehr als 5 Prozentpunkte ein.

Die meisten Stimmen verloren die Sozialdemokraten an die AfD: insgesamt 12.000. Auch an die Grünen (6000) und die Freien Wähler (5000) gingen Wähler verloren. Stimmen abgejagt hat die SPD vor allem dem Koalitionspartner: 19.000 Wähler, die 2014 noch für die Linke gestimmt hatten, gab ihre Stimme nun der SPD. Die Sozialdemokraten mobilisierten ferner 37.000 Nichtwähler und nahmen der CDU 5000 Stimmen ab.

Die AfD punktete am stärksten unter Nichtwählern (100.000) und Bürgern, die 2014 die CDU gewählt hatten (29.000). Die Rechtspopulisten jagten auch den Linken (13.000), Grünen (2000) und den Freien Wählern Stimmen ab.

Die CDU bekam 27.000 Stimmen von Wählern, die bei der vergangenen Wahl nicht abgestimmt hatten. Ansonsten verlor sie nicht nur an die SPD und die AfD, sondern auch an alle anderen künftig im Landtag vertretenen Parteien.

1000 Stimmen gab die CDU an die Linke ab. Im Übrigen verlor der Juniorpartner in Woidkes Koalition an alle anderen Partei: am stärksten an die SPD (19.000) und die AfD (13.000), aber auch 12.000 Stimmen an die Grünen.

Diese nahmen der SPD und der CDU jeweils 6000 Stimmen ab, der FDP 5000. Die Grünen mobilisierten außerdem 17.000 Nichtwähler. Allerdings verloren sie 2000 Stimmen an die AfD und 1000 an die Freien Wähler. Diese nahmen auch der CDU (7000), der SPD (5000) und der Linken (5000) stimmen ab und punkteten bei 16.000 Bürgern, die 2014 nicht gewählt haben.

Die Wahlbeteiligung in Brandenburg lag bei 61,3 Prozent – nach 47,9 Prozent im Jahr 2014.



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