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Diät-Tipps: Ernährungsforscher erklärt, woran Sie sich halten sollten



SPIEGEL: Sie schreiben, dass eine schlechte Ernährung jährlich Tausende von Menschen tötet. Inwiefern?

Katz: Das ist simple Mathematik. Die größten Killer in der modernen Welt sind chronische, degenerative Erkrankungen, vor allem Herzleiden, Krebs, Schlaganfälle, Diabetes und Demenz. Eine schlechte Ernährung ist ein Hauptgrund für diese Leiden. Das heißt, dass die Ernährung jährlich Hunderttausende, ja Millionen unnötig früher Todesfälle verursacht.

SPIEGEL: Dabei gebe es einfache Regeln, um sich gut zu ernähren, sagen Sie. Welche?

Katz: Ich scherze, dass mein Buch 750 Seiten lang ist, aber sieben Wörter gereicht hätten: “Esst Essen. Nicht zu viel. Vornehmlich pflanzlich.” Die stammen noch nicht einmal von mir, sondern von Michael Pollan. Sie treffen den Kern der Sache. Isst man primär vollwertige, minimal verarbeitete pflanzliche Kost und trinkt vor allem Wasser, kann man nicht mehr viel verkehrt machen. Also Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, ausgewogen zusammengestellt. Man muss sich natürlich nicht nur darauf beschränken. Aber alle guten Ernährungspläne setzen sich vor allem aus diesen Dingen zusammen. Man kann das mit einer Mittelmeerdiät umsetzen oder in einer Paleo-Diät. Fettreich oder fettarm. Mit mehr oder weniger Kohlenhydraten. Als Pescetarier, Vegetarier, Veganer und so weiter. Das Leitmotiv lässt sich unterschiedlich auslegen, aber man kann nicht an ihm selbst rütteln. Immens viel Forschung und Erfahrung zeigen, dass sich mit dieser Essweise am besten erreichen lässt, worauf es ankommt: Langlebigkeit und Vitalität bis ins hohe Alter.

SPIEGEL: Wenn das so klar ist, warum widersprechen sich dann die Experten in Sachen Ernährung ständig? Eier sind schlecht! Nein, Eier sind gut!



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